Immobilien Resch
Immobilien-Schnellsuche
-
 

Resch & Söhne
im Zentrum Passaus

Sie sind auf der Suche nach interessanten Immobiliennangeboten? Oder Sie möchten eine Immobilie verkaufen? Besuchen Sie uns doch persönlich in der Dr.-Hans-Kapfinger-Str. 32, nur 5 Gehminuten vom Ludwigsplatz entfernt.
Oder rufen Sie uns an: +49 (0)851/6739

Aktuelle Nachrichten

 
16.08.2018
Bestellerprinzip beim Immobilienkauf?
viele Medien berichten seit gestern über den erneuten Vorstoß zur Einführung des Bestellerprinzips beim Immobilienkauf. „Wir prüfen aktuell, ob sich das Bestellerprinzip auch auf Immobilienverkäufe übertragen lässt.“ So hatte sich gestern Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) geäußert. Zuvor hatte die Bundestagsfraktion der Grünen einen entsprechenden Antrag in den Bundestag eingebracht. Demnach soll zukünftig der Verkäufer grundsätzlich die Maklerprovision zahlen und die Grünen planen zudem auch eine Deckelung auf zwei Prozent. Die SPD und Grünen begründen das Vorhaben damit, das Baukindergeld würde nicht ausreichen und die Kaufnebenkosten müssten daher gesenkt werden, um den Käufer zu entlasten. Die Immobilien Zeitung fast die Diskussion in Ihrem Beitrag so zusammen.
 
 
 
Der IVD begrüßt durchaus, dass die Politik die Kaufnebenkosten senken will. Allerdings sollte der Fokus nicht auf die Provision gerichtet werden, denn dahinter steht eine konkrete Leistung. Vielmehr sollte die Grunderwerbsteuer bundesweit abgesenkt werden, so wie es auch der Koalitionsvertrag aussagt.
 
Das Bestellerprinzip beim Kauf einführen zu wollen, hält der IVD für einen großen Irrweg! Die zahlreichen Medienanfragen haben wir gestern auch genau so deutlich beantwortet und dabei alle substantiellen Argumente erklärt. Diese wurden in den meisten Berichterstattungen auch berücksichtigt und die Nebeneffekte des rot-grünen Vorhabens dargestellt.

Sehr deutlich wurde Lars Hennemann, Chefredakteur in der Verlagsgruppe Rhein Main, in seiner heutigen Kommentierung. Er nennt das Vorpreschen der Justizministerin schlicht und ergreifend "Verlogen". Das zentrale Problem des Immobilienmarktes seien aktuell nicht die Makler. Es gebe sehr viel gewichtigere Faktoren, an denen man ansetzen müsste. Hennemann verweist dabei unter anderem auf die Grunderwerbsteuer, über die die öffentliche Hand kräftig mit kassiert. Den lesenswerten Kommentar finden Sie hier.

Würde ein Bestellerprinzip eingeführt werden und immer der Verkäufer die Provision zahlen, würden als erstes die Immobilienpreise steigen. Allein der Staat wäre durch die höhere Grunderwerbsteuer, die der Käufer zahlen müsste, der Profiteur. Zudem wird in Deutschland die Provision überwiegend geteilt, was kaum als unfair bezeichnet werden kann. Der Käufer ist nicht automatisch schutzbedürftig und in keinem anderen europäischen Land gibt es ein sogenanntes Bestellerprinzip. Um nur einige Aspekte hier zu nennen. Eine Aufstellung mit den wichtigsten Argumenten gegen das Bestellerprinzip beim Immobilienkauf finden Sie hier und hier die dazugehörige Broschüre.
 
Das Thema ist nicht neu, macht es aber auch nicht besser, wenn es zum medialen Sommerlochthema erklärt wird. Die Gegenargumente sind auch dem Justizministerium und den Fachpolitikern bekannt. Der IVD steht dazu im ständigen Austausch mit der Bundespolitik und wird auch in den nächsten Wochen wieder viele Gespräche führen.
 
Kritik an der von der SPD-Bundesjustizministerin erneut angestoßenen Debatte kommt auch vom Koalitionspartner CSU/CSU. Dr. Jan-Marco Luczak, stellvertretender rechtspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion: „Bevor in die Rechtsverhältnisse Dritter eingriffen wird, muss sich Justizministerin Barley daher fragen lassen, ob sie es sich nicht zu einfach macht. Ich bin dafür, dass wir zunächst, wie im Koalitionsvertrag vereinbart, die Grunderwerbsteuer senken beziehungsweise Grundfreibeträge einführen. Das würde Immobilienkäufer sofort und unmittelbar entlasten.“ So sieht es der IVD auch.
 
Was in der öffentlichen Diskussion immer wieder ausgeblendet wird, ist, dass eine Maklerprovision nur im Erfolgsfall – dem Abschluss eines Kaufvertrages – gezahlt wird. Die Prozesse, die ein Maklerunternehmen umsetzen muss, um eine Immobilie entsprechend professionell aufzubereiten und beraten zu können - bis hin zum Notarvertrag - sind umfangreich. Die Provision deckt eine solide Beratung ab. Zur Verdeutlichung hat der IVD die Prozesse eines Immobilienverkaufs/Ankaufs eines Maklerbüros in zusammengefasster Grafikform abgebildet.


Ihre
Sun Jensch
Bundesgeschäftsführerin des IVD
 
 
Twitter LinkedIn Facebook Xing Youtube Google Plus
Diese Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Ich stimme zu.